Hof Tewes

Herzlich willkommen auf der Internetseite bauer-tewes.de des landwirtschaftlichen Betriebes von Frank Tewes, Willighausen. Sie finden uns in der Südheide im Landkreis Celle.

Wir wollen unseren Besuchern einen Eindruck eines Familienbetriebes in der modernen Landwirtschaft vermitteln.


Chronik

Laut unseren Unterlagen finden sich die ersten Aufzeichnungen aus dem Jahre 1437. Damals hieß der Eigentümer "Henneke to Wildinghusen".

 

Im Jahre 1770 tauchte das erste Mal der Name "Tewes" in der Ahnenreihe auf: Christoph Tewes, geb. 1733, verstorben 2.4.1812. Er war mit Anna Dorothee Hilmer aus Wichtenbeck verheiratet.

Ab dann hießen alle Bauern auf unserem Hof "Tewes".

 

Als sich einmal kein Hoferbe einstellte, adoptierten die Bauersleute einen nahen Verwandten aus der Familie von Friedrich Tewes, Müden.

So übernahm 1922 "Hofanerbe und Adoptivsohn" Heinrich Hermann Ernst Tewes den Hof. Sein Nachfolger war 1957 Dietrich Heinrich Ernst Tewes. Ab 1982 schließlich war der jetzige Altenteiler Ernst Hermann Heinrich Tewes der Bauer. Er übergab 2010 den Betrieb an seinen Sohn Frank.

 

In Niedersachsen gibt es für die Hofübergabe besondere Regeln, die in der "Höfeordnung" festgelegt sind. Den Betrieb erbt eine Person, die eine entsprechende Ausbildung haben muß. Außerdem ist die Versorgung der Altenteiler bis ans Lebensende sicherzustellen. Weichende Erben müssen mit Geld abgefunden werden.

Damit sollen Teilungen und Abspaltungen des Betriebes vermieden werden. Der Hof soll in seiner ursprünglichen Größe erhalten bleiben.

 

Das genaue Aufnahmedatum ist nicht bekannt. Es muss ca. 1950 aufgenommen worden sein.

Dieses Bild ist ca. 1980 entstanden.

Im Vergleich zu dem oberen Bild ist ein Unterschied zu erkennen.

Das Wohnhaus und Ställe wurden modernisiert, ein Stall quer angebaut, Trecker- und Maschinenschuppen kamen dazu. Außerdem mußten Bäume weichen, man brauchte mehr Platz auf der Hoffläche.

Statt des Speichers wurden Fahrsilos zur Lagerung des Futters gebaut.

Der Nutzgarten wurde etwas verkleinert.


Betriebszweige im Wandel

Vor den Weltkriegen war neben dem Anbau von Kartoffeln, Rüben, Futtermais und Getreide das Vieh ein wichtiger Bestandteil. Es gab Milchkühe mit Nachzucht, Bullenmast, Legehennen, außerdem Zuchtsauen und Schweinemast. Darum haben sich neben der Familie etliche Mitarbeiter, die zum großen Teil auf dem Hof wohnten, gekümmert. Zudem hielt man Arbeitspferde. 

 

Wie auf jedem anderen Betrieb gab es auch hier eine Lehmkuhle, eine Sandkuhle und einen Torfstich. Man war Selbstversorger und konnte Heizmaterial selbst herstellen und hatte Baumaterial vor Ort.

 

Außerdem wurde früher darauf geachtet, dass zu jedem Betrieb auch nasses Weideland gehört. So war die Futterversorgung auch in trockenen Jahren gewährleistet. Beregnung gab es nicht. Daher reihen sich an der Örtze kleinere Flächen, die zu den umliegenden Betrieben gehören bzw. gehörten, aneinander.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg kam die Mechanisierung der Landwirtschaft langsam ingange.

Auch bei uns auf dem Hof wurden leistungsfähigere Maschinen angeschafft. Der erste Schlepper knatterte ca. 1955 auf den Hof. Es war ein Lanz Bulldog mit 25 PS. Diese Schlepper kosteten damals ca. 8000 Mark. 1963 war es dann Zeit für einen neuen Schlepper: Ein Deutz D40S mit 38 PS. Der Lanz wurde für 500 Mark an "fahrendes Volk" verkauft.

 

Arbeitskraft wurde als Folge der Industrialisierung allgemein teurer. Es waren wenige qualifizierte Mitarbeiter beschäftigt, die teilweise vergünstigt auf dem Hof wohnten. Aus der Familie halfen sowieso alle mit. Auch die Kinder und die Altenteiler.

 

In der Landwirtschaft setzte sich langsam die Spezialisierung auf einzelne Betriebszweige durch. Man mußte kein Selbstversorger mehr sein. Die Wirtschaftlichkeit gewann immer mehr an Bedeutung.

Das merkte man natürlich auch bei uns:

Zuerst wurde die Milchviehhaltung aufgegeben. Der Erlös daraus finanzierte zu einem Teil die Modernisierung der Mastschweinehaltung.

Auch Omas Hühner kamen in den Topf.

Die Bullen und die Zuchtsauen wurden etwas später abgeschafft.

Schließlich verließ im März 2008 das letzte Mastschwein den Stall.

 

Jetzt konnten sich Bauer Ernst und seine Frau Hille voll ihrem wachsenden Gastronomiebetrieb widmen. Die Feierscheune erfreute sich großer Beliebtheit. Inzwischen planen sie allerdings ihren Ruhestand.

 

Seit 2010 ist Frank Tewes"der Bauer". Schon vorher betreute er den landwirschaftlichen Betrieb weitestgehend.

Er ist gelernter Landmaschinenmechaniker und hat nach seiner anschließenden landwirtschaftlichen Lehre die zweijährige Fachschule gemeistert.

Mit Unterstützung seiner Frau Heike leitet er erfolgreich den Betrieb. Die Söhne Mattes und Söhnke sind beide an der Landwirtschaft interessiert und helfen tatkräftig mit. Inzwischen wurde auch ein Mitarbeiter eingestellt, der Routinearbeiten übernimmt und überall mit anpackt.

 

Im Anbau sind zur Zeit Speisekartoffeln, Vermehrungsroggen und Vermehrungsgerste. Um den Ansprüchen des Kartoffelanbaus zu genügen, werden Flächen getauscht.