Kartoffelernte:

Im September sind die Kartoffeln "reif", das heißt schalenfest.

Jetzt kommt der Kartoffelroder zum Einsatz.Dabei ist das Wetter natürlich wieder wichtig. Trockenes, kühles und sonniges Wetter mit etwas Wind sind optimal.

Die Ernte der Speisekartoffeln läuft bei uns auf dem Betrieb so ab:

Der einreihige Roder nimmt den Damm auf und transportiert das Erntegut über eine Siebkette nach oben. Dabei rieselt die Erde zurück auf den Acker. Dann wird das Kraut entfernt und fällt hinten unterm Roder wieder zurück, gut für den Humusgehalt!

Über ein Igelband und unter einer Bürste gelangen die Kartoffeln auf das Verleseband. Dabei werden Steine und Kluten möglichst maschinell aussortiert und auf das Schmutzband befördert. Vom Personal auf dem Roder können die Geschwindigkeiten und die Abstände der Bänder verändert werden. Das braucht natürlich etwas Erfahrung...

Am Verleseband stehen zwei bis drei Personen und sortieren Steine, faule Kartoffeln und Kluten aus. Wenn eine grüne Kartoffel dabei ist, wird sie ebenfalls entnommen. Der "Abfall" landet entweder auf dem Schmutzband oder gleich im Bunker unter dem Roder. Dorthin transportiert auch das Schmutzband seinen Inhalt.

Über eine Kamera auf dem Roder sieht der Fahrer auf einem kleinen Display im Trecker ebenfalls das Verleseband und kann vom Trecker aus evtl. Einstellungen korrigieren.

Die sortierten Kartoffeln fallen über ein höhenverstellbares Teil des Verlesebandes in den Vorratsbunker. Durch die Höhenverstellung sind geringe Fallhöhen möglich. Damit werden Beschädigungen vermieden.

Wenn der Bunker voll ist wird auf dem Acker direkt in die Lagerkisten umgeladen. Dafür ist am Bunkerkopf ein spezielles Fallsegel angebaut. Auch hier sind geringe Fallhöhen wichtig.

Durch die Trichterform des Fallsegels und den verstellbaren Bunkerkopf ist eine möglichst optimale Befüllung der Kiste annähernd möglich. Hier ist viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl des Fahrers erforderlich!

Sobald der Vorratsbunker leer ist, wird evtl. noch der Steinebunker am Feldrand geleert und dann geht es zügig weiter.

Die Kartoffelernte ist mit die hektischste Zeit für uns. Wenn das Wetter gut ist MUSS gerodet werden. Dabei ist das ganze Team und alle Familienmitglieder, auch die Kinder und Senioren, im Einsatz.

Wenn für die nächsten Tage Regen angesagt ist, wird auch mal bis tief in die Nacht gerodet. Scheinwerfer machen es möglich!


So eigentlich nicht:

Hier mußte ein zweiter großer Trecker vorgespannt werden, um das Gespann herauszuziehen.